Kenia – the Great Rift Valley

Nachdem wir genug von Nairobi hatten machten wir uns auf den langen Weg ins Rift Valley (dem afrikanischen Grabenbruch). Die zurückgelegten 100 Kilometer lassen es zwar nicht vermuten, aber die Reise hat doch um die 7 Stunden gedauert: mit dem ersten Maratu ins Stadtzentrum, zu Fuss zum „Matatu-Bahnhof“, warten bis das Matatu voll ist, Abfahrt nach Naivasha. Leider hat das Matatu aber nicht Naivasha als seine Endstation – und die Nachfrage auf Swahili ob dort jemand aussteigt, haben wir entweder nicht gehört oder nicht verstanden. Endergebnis war, dass ich irgendwann misstrauisch wurde und feststellen musste, dass wir schon 5 km an unserem Ziel vorbei waren. Nach unserem Nachfragen hin, hat man uns dann auf der Hauptstraße rausgelassen.. wir werden schon irgendwie weiterkommen. und ja, Hilfe in Form von Boda-Boda (Motorrad-Taxis) Fahrern war zur Stelle. Leider brachten uns die nicht, wie von uns gefordert zum Hotel, sondern nur ins Stadtzentrum. Ein Grund dafür war die fehlende Ortskenntnis der Fahrer und der zweite Grund war uns ein Taxi für den weiteren Weg verkaufen zu wollen. Nach einigem Hin-und-Her und Preis nachverhandeln (schließlich waren wir nicht dort, wo wir sein wollten) ging es mit einem Matatu weiter. Leider aber nicht ganz in die richtige Richtung.. und so machten wir uns schlussendlich zu Fuss auf den Weg um die letzten 3 km zum Hotel zurückzulegen.

Hell‘s Gate Nationalpark

Bei Naivasha besuchten wir den Hell‘s Gate Nationalpark (auch bekannt durch Joy Adamson‘s Bücher über die Löwin Elsa): einer der wenigen Nationalparks, in denen man mit dem Fahrrad fahren darf. So kommt man ganz gemütlich in die unmittelbare Nähe der Wildtiere und man hat keinen Autolärm. Möglich ist dies nur, weil es keine „gefährlichen“ Tiere (Löwen, Nashörner, ..) gibt. Wir konnten so in aller Ruhe Zebras, Warzenschweine (Pumba aus König der Löwen), Giraffen, Antilopen und Büffel beobachten.


Der Name Pumba kommt übrigens aus Swahili und bedeutet „dumm“. Angeblich, weil ein Warzenschwein schon nach 5 Sekunden vergisst was es will und daher auch ein leichter Snack zwischendurch für Löwen ist. ?

Hell‘s Gate ist auch voller Geschichten der Maasai. So soll der Felsen, der die Inspiration für den Fels auf dem „König der Löwen“ Simba hochgehalten wird, eine verstoßene Maasai-Tochter sein, die zu Stein erstarrte, als sie sich ein letztes Mal zur Heimat umdrehen wollte. Der Name Hell‘s Gate wiederum kommt von alten Maasai Überlieferungen, dass dahinter die Hölle (in Form des Vulkans Mt. Longonot) wartete.

Die bekannte Schlucht „Ol Njorowa“ konnten wir leider nur von oben bewundern, weil sie aufgrund eines Unfalls mit 6 Toten im September gesperrt war.

Aufschlussreich ist auch das geothermische Kraftwerk in Mitten des Nationalparks: für ein großes, fremdfinanziertes Projekt wird schon mal die lokale Maasai Bevölkerung umgesiedelt und die Auflagen des Nationalparks (falls es solche gibt) gelockert um die lautstarken Bohrungen und Dämpfe zu genehmigen. Leider sind uns solche Energieprojekte nicht nur einmal in den Nationalparks aufgefallen ?

Mt. Longonot

Ein paar Tage lang bewunderten wir den imposanten Gipfel von Mt. Longonot, bevor wir uns auf den Weg machten um ihn zu bezwingen. Die erste Stunde brachte uns schon zum Krater, aber für die Umrundung des Kraters mit 2 km Durchmesser brauchten wir doch 3 Stunden.

Und das bei kenianischem Wetter: innerhalb von 30 Minuten kann man heiße 30 Grad bei Sonnenschein und Sturmböen mit Regen erwischen.

Aber der Gipfel war es wert.

Lake Naivasha

Am See von Naivasha haben wir uns nur kurz aufgehalten um die dort wohnenden Flusspferde zu bewundern. Sicherheitshalber aber mit der nötigen Distanz. Leider ohne Fotobeweis, da wir es geschafft haben die Kamera und beide Handys im Hotel zu lassen.

Nakuru

Auf dem Weg Richtung Norden führte unser Weg uns nach Nakuru.

Da Phil‘s Heuschnupfen nicht besser wird, versuchen wir es nun mit Naturheilkunde ?

Hier hatte wir besonderes Glück mit unserer Gastgeberin: wir lernten nicht nur eines der Nationalgerichte (Chapati) zu kochen,





sondern sahen uns auch die lokalen Bars und Clubs an.


Bis bald ?